Generationen miteinander – für ein gesundes und aktives Älterwerden

Im Hinblick auf die in Österreich immer weiter steigende Lebenserwartung gewinnt die Inklusion von älteren Menschen am ökonomischen, gesellschaftspolitischen, sozialen und kulturellen Leben enorm an Bedeutung. Um die mit dem demografischen Wandel verbundenen Herausforderungen bewältigen zu können und ein „gesundes und aktives Älterwerden“ zu ermöglichen, müssen ältere Menschen ihre spezifischen Interessen und Bedürfnisse, eigenen Ideen und Erfahrungen in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse einbringen können.

Mit unserem Pilotprojekt Generationen miteinander soll mehr Bewusstsein für das Thema Einsamkeit im Alter und den damit verbundenen sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen geschaffen werden.

Worum geht es?

Ziel von Generationen miteinander ist es – im Sinne einer „Caring Community“ – unter Einbindung wichtiger Akteur:innen auf kommunaler Ebene sowie der Forcierung von freiwilligem Engagement die Gemeinschaft zu stärken und so Menschen im Alter mehr Lebensqualität und das Gefühl des Eingebundenseins in die Gemeinschaft zu ermöglichen. Es werden Strategien und vielfältige gesundheitsfördernde Maßnahmen gegen Alterseinsamkeit und für ein aktives, gesundes Älterwerden entwickelt. Dies führt wiederum zu einer Sensibilisierung für die Bedeutung und den Wert von freiwilligem Engagement und dient zugleich der Gesundheitsförderung und dem Aufbau von Sozialkontakten.

Wer kann mitmachen?

  • Insbesondere Menschen ab 60 Jahren werden in den teilnehmenden Gemeinden zur aktiven Teilhabe und zum Handeln in ihrer Nachbarschaft / ihrem Wohnort / ihrer Region inspiriert. Sie erhalten Kompetenzen zur Realisierung ihrer eigenen Anliegen und erfahren Anerkennung für ihr Engagement.

  • Sonstige Freiwillige & Interessierte: Unabhängig von der Altersgruppe sind alle, die sich auf unterschiedlichste Weise im Zuge des Projekts engagieren möchten, eingeladen, mitzumachen – Insbesondere bei der Umsetzung von generationenübergreifenden Angeboten.

Wie funktioniert es?

Als Regionen wurden die Gemeinden Laakirchen, Peuerbach und Steegen, Engerwitzdorf und Neuhofen im Innkreis ausgewählt. Das Projekt ermöglicht Menschen einerseits, sich auf kommunaler Ebene aktiv einzubringen und ihr direktes Umfeld mitzugestalten, andererseits können durch den direkten Kontakt mit der älteren Generation überfordernde Situationen frühzeitig erkannt und unterstützt werden. Zentral ist dabei, professionelle Dienstleistungen zu ergänzen, zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen an einer weiteren Förderung eines aktiven und gesunden Älterwerdens zu arbeiten. Die zusätzliche Schaffung von vielfältigen, bedürfnis- und bedarfsorientierten Angeboten und Maßnahmen wie zum Beispiel regelmäßige Bewegungsangebote, Vorträge zur Stärkung der Gesundheitskompetenz und Angebote zu gesunder Ernährung werden mit Möglichkeiten sozialer Teilhabe verknüpft. Durch die geplante Nutzung von digitalen Medien und Technologien wird ebenfalls drohender Einsamkeit und Isolation entgegengewirkt.

Eine erste konkrete, bereits gestartete Maßnahme ist das Projekt Lass uns telefonieren! Dieses ist eine im März 2020 gegründete Initiative mit dem Angebot, Freundschaften via Telefon zu knüpfen, wobei eine möglichst stabile Beziehung zwischen jeweils zwei Menschen aufgebaut und ermöglicht werden soll. Ursprünglich als zeitlich begrenzte Intervention im Zuge der Corona-Maßnahmen geplant, wurde schnell deutlich, dass sich die meisten Personen, die sich bei Lass uns telefonieren! melden, auch schon vor der Pandemie einsam gefühlt haben, sich aber durch die mediale Berichterstattung zu mehreren Telefon-Initiativen erstmals ermutigt fühlten, zum Hörer zu greifen und sich Unterstützung zu suchen. Der anhaltende Erfolg und die starke Nachfrage zeigen den großen Bedarf an derartigen Angeboten. Im Zuge des Projekts Generationen miteinander soll Lass uns telefonieren! daher als flächendeckendes Angebot mit professionellen Strukturen ausgeweitet werden.

Für dich da. Das Team.

Friederike Egger
Ansprechpartnerin in Neuhofen im Innkreis
Helga Spitzbart
Ansprechpartnerin in Laakirchen
Karin Schneeberger
Ansprechpartnerin in Peuerbach/Steegen
Sonja Schabetsberger
Ansprechpartnerin in Peuerbach/Steegen
Stefanie Estermann-Lagally
Ansprechpartnerin in Engerwitzdorf